e.V. Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger bewaffneter Organe und der Zollverwaltung der DDR
Territoriale Initiativgruppe (TIG) Neubrandenburg Nr. 03.01

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Frieden mit Russland

Ich habe von Gunter Emmaus die Empfehlung bekommen, mir diese Podiumsdiskussion anzuschauen. Dieser Empfehlung bin ich gefolgt und mir die zwei Stunden dafür Zeit genommen. Ich muss sagen, dass ich das nicht bereut habe. Da wurde von drei hoch intelligenten, in der Friedenspolitik bewanderten Leuten in beeindruckender Weise mit messerscharfen Argumenten und Analysen die Hintergründe und Strukturen von Machtapparate aufgezeigt und deren Wirken einleuchtend beschrieben. Angefangen von der Beeinflussung von "Otto Normal" durch die "Lückenpresse" bis hin zu konzertierten Aktionen z.B. im Asowschen Meer um den Dialog auf dem G20 Gipfel zu torpedieren. Und just zu diesem Zeitpunkt geht auch noch Angelas Flugzeug kaputt. Ein Schelm, wer da Böses denkt. Es ist schon beunruhigend mit welcher Effizienz das das geschieht und wie leicht es für diese Leute ist, nach der Macht zu greifen, in dem man einfach seine Leute an die Schaltstellen der Politik platziert. Zum Glück gelingt das nicht immer, siehe Friedrich März, der uneigennützig auf ein Großteil seines Einkommens zum Wohle der CDU und dann wohl auch Deutschlands verzichtet hätte. Leider waren Donald Trump und Wladimir Putin, der mit fünfhundertmillionen aus den USA an die Macht kam, für sie Fehlgriffe. Jelzin, der dabei war Russland zu versaufen, hat sie wohl schlecht beraten. Was mich beim Verfolgen der Diskussion aber nachdenklich werden ließ, war die Frage was wir zum Erhalt des Friedens und zur Zurückweisung dieser Machtbestrebungen machen können. Sicher sind die aufklärerischen Aktionen der Podiumsmitglieder unschätzbar nützlich und sicher wird mit den Publikationen der Drei eine menge Aufklärung geleistet. Und auch wenn Willy Wimmer sagte, dass man in Deutschland "Gelbe Westen" verteilen müsste, hielten sich alle Drei auf Anfrage aus dem Publikum zur Bewertung der Bewegung "Aufstehen" seltsamerweise sehr zurück. Sie wünschten der Bewegung zwar viel Erfolg, sahen sich aber nicht veranlasst, da mitzumachen. Vielleicht hat es mit intellektueller Eingeschnapptheit zu tun, wenn sich da auch Leute engagieren, die nicht so klare Auffassungen und Einsichten wie sie haben. Wer soll Herrn Wimmer die "Gelben Westen" denn abnehmen, die er verteilen will? Und wenn er sie verteilt, steht er doch wohl an der Spitze der Bewegung, oder etwa nicht?

Wolfgang Werth
14.12.2018

Dazu hier Interessantes

Und jetzt noch ein Beitrag für alle Gendertantinnen und Gendertanter. Lachen Sie nicht! Wenn die Schwester meiner Mutter für sich bestimmt, keine Frau mehr zu sein, ist Tanter ja wohl der korrekte Begriff für dieses Verwandterin. Klick


Hier ein Leserbrief von Gunther Rennanz an den Nordkurier:

Marx, erneut verbannt?


Sehr geehrter Herr Beigang,

ich sehe mich gefordert, Ihrem Artikel zur Aufstellung des Marxdenkmals am Schwanenteich in Neubrandenburg punktuell zu widersprechen, schwant mir doch, dass er nicht ausschließlich berichtend sondern auch orientierend wertend ist.
Als Oberbürgermeister Silvio Witt im Rathaus sich nach meinem Verständnis, zuvor zum einen als Initiator der Wiederaufstellung präsentierte, dann für mich anmutend fast entschuldigend seinen Vorschlag, das in liegender schwebender Weise zu tun, wobei ihm wohl ob seiner Klugheit eine beabsichtigte Provokanz unterstellt werden darf, er zugleich gewiss sein durfte, damit dem derzeit herrschenden Zeitgeist Genüge zu tun, und zu guter Letzt, was die jetzt getroffene Entscheidung, das Marxdenkmal am Schwanenteich aufzustellen, nach meinem Empfinden zumindest teilweise versuchte, sich auch hinter eben diesem Zeitgeist entsprechenden dargebotenen Meinungen zu verstecken suchte, welche wohl nicht unbedingt in jedem Fall von Klugheit zeugten und wohl auch das Ergebnis des zeitgeistigen Wirkens von Schule und Medien sind.
Als Hr. Witt das im Rathaussaal ausführte, waren nach meinem Empfinden deutlich mehr als 100 Interessierte zugegen, denn nahezu aller Plätze waren belegt. Es mag auch der letztlich geäußerte Wunsch des Oberbürgermeisters, dass er hoffe, dass die Diskussion um die Platzierung nun ein endgültiges Ende gefunden habe, der Grund gewesen sein, dass seine Ausführungen mit nur sehr bescheidenen Beifall quittiert wurden. Steht dieses Hoffen im Kontext mit der Standortwahl, der mir, hinter den Büschen und Bäumen von der Straße aus kaum wahrnehmbar, wie ein Verbannungsort anmutet?
Ich kann mich nicht des Gedankens entziehen, dass das eine mit vermeidlich guten Absichten gleichsam getarnte erneute Verbannung wäre, denn Marx wurde seinerzeit durch die preußische Reaktion mehrfach und viele Jahre des Heimatlandes nach Brüssel, Paris und London ausgewiesen, und damit gleichsam verbannt.
Den befürwortenden Entscheidern des jetzigen Standortes hätte ich mehr Souveränität gewünscht. Auch der untergangenen DDR mangelte es daran im Umgang mit Andersdenkenden sehr und dies war ein Grund für ihren Untergang.
Ich erlaube es mir, die Standortbefürworter auf den Kampf von Marx gegen Zensur und Meinungsdiktat zu verweisen, nachzulesen in der Marxbiographie Jürgen Neffe's , wo dieser Willi Brandt zitiert, dass es Marx stets um die individuelle Freiheit des Menschen ging.
Allein schon deshalb folge ich dem Gedanken der Stadtpräsidentin Irina Parlow, dass der jetzige Standort nicht der bleibende sein muss.

Gunther Rennanz
12.12.2018

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ERIK NEUTSCH
Widerstand

Es ist der Zorn, der mich beflügelt,
zu schreiben über dieses Land.
Einst waren wir zwar abgeriegelt,
doch jetzt hat man uns ausgebrannt.

Nein schlimmer ist's, sie kommen wieder,
Finanzhyänen und Baron.
Sie lassen sich wie früher nieder,
im Auge unsere Knechtschaft schon.

Wer arm ist, der wird immer ärmer,
wer reich ist, wird zunehmend reich.
Das Land wird kälter und nicht wärmer
Nicht mal im Tod sind wir noch gleich.

Denn wer nichts hat, muss früher sterben.
Mit Geld nur kauft man sich gesund.
Des Kapitals habgierig Erben
demüt'gen uns bis auf den Grund.

Wir sollen knien, sollen fallen,
bis dass gebrochen unsre Kraft.
Sie reden Freiheit ein uns allen
und fesseln sie durch Marktwirtschaft.

Was hatten wir doch einst für Träume:
Gerechtigkeit für jedermann.
Jetzt wissen wir, es blieben Schäume,
weil Machtmissbrauch kein Recht sein kann.

Es war ein Irrtum der Marxisten,
denn sie allein, sie schaffen's nicht.
Gemeinsam erst mit Grünen, Christen
erfüllt mich neue Zuversicht.

Für Deutschland, Land auch meiner Liebe,
von dem ich sagen will: Ich bin's.
Wenn ich nur sähe, dass es bliebe
faschismusfern, sozialen Sinns.

Gewerkschafter und Sozialisten,
wer noch gehört in diese Reih?
Das Bündnis, das wir schließen müssten,
hätt' nur Erfolg, misstrauensfrei.

Ja, sei's gewagt: was wir jetzt brauchen,
das ist ein Aufstand der Vernunft.
Parteien sind zum Untertauchen.
Das Volk muss her und Geistes Zunft.

Begleiten wir sie auf den Straßen,
im Ruhrgebiet, vor Kanzlers Amt.
Vergessen wir, uns anzumaßen,
dass Wahrheit nur von einem stammt.

Es schaut auf uns in ihren Nöten
die Frau, drei Kinder, arbeitslos.
Verhindern wir, dass sie sich töten,
die Kids, weil aller Hoffnung bloß.

Da gilt das Wort nicht, anzukommen
in einem Land, das so nicht meins.
Mich macht kein Lug, kein Trug zum Frommen.
Mein Widerstand und ich sind eins.