e.V. Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger bewaffneter Organe und der Zollverwaltung der DDR
Territoriale Initiativgruppe (TIG) Neubrandenburg Nr. 03.01

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Im Mai erschien im Nordkurier ein Artikel im Zusammenhang mit dem Ableben des Dieter Korf. Hier nachzulesen: NK

Das veranlasste Hans-Jürgen Schmidt zu folgendem Beitrag:

Der Sohn bzw. die jetzige Tochter des verstorbenen Dieter Korf irrt nicht nur zwischen den Geschlechtern herum, sondern verhält sich in der Politik und in seiner Weltanschauung offensichtlich analog. Von den Grünen wechselte er in die CDU und engagiert sich nun bei der AfD. Als in der Schweiz lebende "Frau" betätigt er/sie sich in der "Alternative für Deutschland"! Welch ein Kauderwelsch!
Seinem Vater in die Todesanzeige hinein zu formulieren "Freiheit ist immer nur auch nur die Freiheit des Andersdenkenden" ist eigentlich mehr eine Beschmutzung des Andenkens bzw. des früheren Wirkens seines Vaters. Er wäre seinem Vatereigentlich etwas anderes schuldig gewesen. Denn immerhin war er selbst einmal Berufsoffiziersbewerber des MfS. So etwas "Unangenehmes" wird natürlich heute unter den Tisch gekehrt. Ein Glück noch nachträglich für das MfS, dass ein solcher Kandidat nicht eingestellt wurde.
Wenn sein Vater als Hochschulabsolvent des MfS und oberster "Spionenfänger" im damaligen Bezirk Neubrandenburg laut Zeitzeugen jetzt jedoch selber meinte, einem menschenunfreundlichen System gedient zu haben, dann sagt das eigentlich alles. Die Beziehung Vater-Sohn lässt sich offenkundig wie folgt auf den Punkt bringen:
"Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd!"
Wenn sich Menschen wie Räuber oder auch Benischke unter die Kondolierenden mischen, dann bedarf das keiner weiteren Worte. Im Artikel ist einfach nicht zu überlesen: das Wohlwollen über die Wandlung des Dieter Korf. Bekanntlich soll man über Verstorbene nichts Schlechtes sagen. Deshalb habe ich lange überlegt, ob ich diese Stellungnahme abgebe. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, wenn Menschen mit einer derartigen "Wandlungsfähigkeit" sich anmaßen, ein moralisches Werturteil über andere zu treffen, dann kann man sich nicht teilnahmslos verhalten. Gleichzeitig ist das eine Zumutung für alle anderen, die ehrlich und konsequent für ihre Überzeugung gewirkt haben und auch heute nicht gleich umfallen, wenn ihnen der Wind in`s Gesicht bläst.


     Vorsicht - Verschwörungstheorie



Die real existierende Pflanze

Ich wollt eine Pflanze, an der man sich freut.
Zur Suche hab ich keine Mühen gescheut.
Ein bärtiger Weiser der sagte zu mir:
"Ich hab einen Samen, den gebe ich dir".

Ich griff sogleich zu und bedankte mich nicht.
Er rief mir noch nach, etwas ärgerlich:
Das Gesetz der Botanik das soll ich beachten.
Ja, ja ich verteh' und die Geister, sie lachten.

Das Beet schnell bereitet, den Samen hinein.
Viel Bangen und Hoffen so sollt' es wohl sein.
Tatsächlich ein Keimling, er wuchs schnell heran.
Mit Blatt, Stiel und Blüte zugutegetan.

Feuchte ward nötig, ich wusste schon wie,
doch Wasser so knapp wie Demokratie.
Ich wollte sie formen nach meinem Geschmack.
Die seitlichen Triebe, die hab ich gekappt.

Ein Freund hatte mir von den Stürmen berichtet.
Zum Schutze, hab ich eine Mauer errichtet.
Die warf zwar ein Schatten, doch sie strebte empor
dem Lichte entgegen, brach Früchte hervor.

Die Wurzeln so stark, unterhöhlten den Bau.
Die Mauer sie fiel auf die Pflanze genau.
Wie kann das nur sein? Keiner hat sich beschwert.
Die Trümmern zu räumen, das blieb mir verwehrt.

Die Geschichte der Pflanze wollt keiner mehr hören.
Wenn ich sie erzählte, dann tat ich nur stören.

Die Tragik die hab ich schon lang überwunden.
In Trümmern hab ich einen Samen gefunden.
Auf das jemand kommt und diesen begehrt,
ein Liebhaber, der die Pflanzen verehrt.

Jedoch werde ich die Bedingungen nennen.
Ich geb ihn nur denen, die folgendes kennen:
Und komme da wer, ob nun er oder sie,
das Gesetzt der Botanik und Menschologie.

Wolfgang Werth



Weitere Äußerungen
finden Sie im Archiv.



Jolkafest

Es leutet ein Glöckchen im tiefen Tann.
Das Väterchen Frost es kündigt sich an.
Voll Übermut die Rösser springen.
Die Troika voll mit guten Dingen.

Snegurotschka den Alten ermahnt.
Gekonnt er den Weg durch's Gestöber sich bahnt.
Sie bringen bald pünktlich zum Jolkafeste
Geschenke für Alle und Jedem das Beste.

Ich wünschte mir sehr wie es schon mal war,
er käme nach Deutschland in diesem Jahr.
Das wird nichts wegen der Russlandkenner.
Das Parlament voller Weihnachtsmänner!

Wolfgang Werth




ERIK NEUTSCH
Widerstand

Es ist der Zorn, der mich beflügelt,
zu schreiben über dieses Land.
Einst waren wir zwar abgeriegelt,
doch jetzt hat man uns ausgebrannt.

Nein schlimmer ist's, sie kommen wieder,
Finanzhyänen und Baron.
Sie lassen sich wie früher nieder,
im Auge unsere Knechtschaft schon.

Wer arm ist, der wird immer ärmer,
wer reich ist, wird zunehmend reich.
Das Land wird kälter und nicht wärmer
Nicht mal im Tod sind wir noch gleich.

Denn wer nichts hat, muss früher sterben.
Mit Geld nur kauft man sich gesund.
Des Kapitals habgierig Erben
demüt'gen uns bis auf den Grund.

Wir sollen knien, sollen fallen,
bis dass gebrochen unsre Kraft.
Sie reden Freiheit ein uns allen
und fesseln sie durch Marktwirtschaft.

Was hatten wir doch einst für Träume:
Gerechtigkeit für jedermann.
Jetzt wissen wir, es blieben Schäume,
weil Machtmissbrauch kein Recht sein kann.

Es war ein Irrtum der Marxisten,
denn sie allein, sie schaffen's nicht.
Gemeinsam erst mit Grünen, Christen
erfüllt mich neue Zuversicht.

Für Deutschland, Land auch meiner Liebe,
von dem ich sagen will: Ich bin's.
Wenn ich nur sähe, dass es bliebe
faschismusfern, sozialen Sinns.

Gewerkschafter und Sozialisten,
wer noch gehört in diese Reih?
Das Bündnis, das wir schließen müssten,
hätt' nur Erfolg, misstrauensfrei.

Ja, sei's gewagt: was wir jetzt brauchen,
das ist ein Aufstand der Vernunft.
Parteien sind zum Untertauchen.
Das Volk muss her und Geistes Zunft.

Begleiten wir sie auf den Straßen,
im Ruhrgebiet, vor Kanzlers Amt.
Vergessen wir, uns anzumaßen,
dass Wahrheit nur von einem stammt.

Es schaut auf uns in ihren Nöten
die Frau, drei Kinder, arbeitslos.
Verhindern wir, dass sie sich töten,
die Kids, weil aller Hoffnung bloß.

Da gilt das Wort nicht, anzukommen
in einem Land, das so nicht meins.
Mich macht kein Lug, kein Trug zum Frommen.
Mein Widerstand und ich sind eins.